Links


Gratis bloggen bei
myblog.de



Archiv

unsere erde

ein film darüber zu machen, dass die welt viel viel größer ist, als die kleine große, in der wir leben (für mich nämlich berlin - vielleicht bis frankfurt oder), ist eine sehr gute idee. vor allem, wenn der film mit solch eindrucksvollen bildern ausgestattet ist wie "unsere erde".
angefangen mit winzig kleinen eisbären, muss man endlich mal zugeben, dass auch der kleine knut seine öffentlich bestaunte knautschigkeit zurecht hatte. dass der film geografisch von oben nach unten, also von norden nach süden zeigt, was die erde zu bieten hat, ist noch eine sehr gute idee. der film zeigt, warum wo welche tiere überleben können und dass dort die meisten tiere leben, wo es ausreichend sonne und wasser gibt. das ist keine total neue erkenntnis, aber in seiner schlichtheit doch der rede wert.

die nahrungskettenhaftigkeit allen lebens erscheint in der brutalen jagd unter tieren unglaublich brutal. obwohl gar keine blutrünstigen abschlachtereine gezeigt werden. nachgerade grausam sieht es trotzdem aus, wie beispielsweise ein einziger wolf ein riesige herde von maribus jagt und am ende ein kalb erlegt. und ich denke mir, na, klar, der hat eben auch hunger und von denen maribus gibts eben ein ganze menge mehr. wieso hab ich trotzdem ein solches mitleid mit den maribus? so ein wolf will doch auch nur leben!

sonst gibt es auch noch lustige sachen zu sehen. etwa ein sechsfedriger paradiesvogel, der wie eine pedante hausfrau zuerst seinen baumstamm putzt und dann wie eine burleske diva auf einer kleinen lichtung einen bezaubernden tanz aus den hüften schwingt. oder affen, die mit vor lauter ekel angewinkelten armen eine überschwemmte wiese durchqueren und dabei angewidert quäken (wie heißt das, was affen machen?).

zum glück wird die moralkeule erst am ende geschwungen: wir sollen uns also besser um die erde kümmern, damit die knautschigen kleinen eisbären auch nach 2030 noch mal eine robbe vernaschen können..

1 Kommentar 8.2.08 12:17, kommentieren

das theater ums theater

der theaterbesuch im berliner ensemble ist - ich wage die verallgemeinerung schon nach wenigen besuchen - nicht so glamourös, wie der bau anlass gibt zu meinen. vor allem wegen der - meisten - menschen, die sich im publikum tummeln. außen hui und innen pfui. im foyer den schicken bildungsbürger spielen und unerkannt im roten samtsessel am lautesten lachen, wenn auf der bühne vom erregierten phallus gesprochen wird. peinlich! nicht weniger schön ist es zuzuschauen, wie das stück an seinen - sicherlich gewollt komischen - stellen platt und schenkelklopferisch inszeniert ist und darüber seine tiefsinnigkeit völlig überspielt wird. in "erste liebe" von samuel beckett erzählt ein einziger mann von einer - seiner einzigen - liebe. diese verlässt er bald wieder.weil er ein einzelgängerischer, verkrampfter, von ekelgefühlen und abweisungen geprägter frisch verwaister ist.
das stück ist die traurige darstellung eines menschen, der sich wundert, wenn sich in ihm eine regung tut, die er nur mit dem wort liebe beschreiben kann. und dann auf schrecklichste art und weise nicht weiß, was er damit anfangen soll.
martin wuttke hat eine besondere, schöne und auch witzige gestik und mimik. damit fuchtelt er aber so fürchterlich ohne unterlass herum, dass er irgendwann nur noch nervt. und eben im wahrsten sinne des wortes überspielt.
das publikum kichert sich dazwischen nicht nur bei anzüglichen beschreibungen in grund und boden. wenn der schauspieler bei jedem im zuschauerraum erklingenden hüsteln unterbricht und verwirrung vortäuscht, kann sich manch einer kaum halten. auch das ist irgendwann unerträglich. weil es das stück in die länge zieht, den aufmerksamen zuhörer aus dem konzept bringt und die kurzzeitig aufgebaute melacholie, die der schönen sprache becketts innewohnt, wieder zunichte macht.
um schließlich noch ein gutes haar - ein sehr langes, goldenes sogar - am berliner ensemble zu lassen: "der gott des gemetzels" von yasmina reza ist zwar eine inszenierung aus zürich. aber immerhin wird sie im be aufgeführt und ist absolut sehenswert.

1 Kommentar 16.2.08 21:23, kommentieren

zoomer ist super

vor nicht einmal zwei stunden ist das neue nachrichteportal zoomer.de online gegangen. innovativ von jungen leuten für junge leute.



zoomer.de

18.2.08 01:51, kommentieren

Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung