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Lovelite

Das Lovelite macht zu wird gemunkelt. Die offizielle Version ist die einer Sommerpause.
Immerhin das vermeintlich unbekannkte doch gekannt und sich geärgert, nicht doch öfter dort gewesen zu sein. Eine schöne Lokalität mit Bühnenraum und Tanzraum und Trinkraum und am Samstag die Big Boom Bastic Brass Band. Mehr Augenschmaus als Ohrenschmaus. Körperschmaus, wenn mans mag. Viele Bläser, einige Trommler, zwei Fahnenschwinger und vier Tänzerinnen haben den Bühnenraum des Lovelite eingenommen. Das hat funktioniert, obwohl der Raum schon vorher brechend voll war. Und wer nicht den Anspruch hatte, eine Bibelseite zwischen sich und den Neben-, Vor- oder Hintermann zu schieben und sich nicht vor Fremdschweiß am eigenen Körper ängstigte, hat eine fabelhafte Stunde mit den Blasmusikanten verbracht. Die haben sich von Bühne zu Zuschauerraum bewegt, immer ihren TänzerInnen hinterher und die Menge in Schwung gehalten.

Am Freitag mal wieder gemerkt, dass mein Innerstes wohl doch eher dem provinziellen zugeneigt ist als dem urbanen. Das RBB-Sommerfest in Potsdam hat gelockt. Ulli und die grauen Zellen waren das musikalische Begleitprogramm, Bier für einen Euro und Essen für umme die Bauchfüllerei. Schön. Und das alles obwohl im (jaja) Lovelite die tollste Live-Band der Welt aufgespielt hat: WorldInferno/FriendshipSociety. Wart ich eben wieder zwei Jahre und hoffe, dass mir nächstes mal irgendwer rechtzeitig bescheid sagt.

1 Kommentar 2.7.07 12:45, kommentieren

Dann geh i halt...


...in die Kohlenquelle: da gibts zur Zeit nachts einen Bediener mit weißem Hemd und Hemdsärmelhaltern und gediegene Salonmusik. Und am Tag Sonnenplätze und Johannisbeer-Käsekuchen.

8.7.07 23:37, kommentieren

Kapitulation: Tocotronic hat eine neue Platte

Die Zeit lobhudelt HIER die Kapitulation von Tocotronic als romantisch philosophische Flausen-in-den-Kopf-Setzerei. Nach dieser Bejubelung der neuen Platte fällt es mir ein bisschen schwer, die Platte selbst zu bemeinen. Ein erstes Hören hat nur die übliche Abneigung gegen Dirk von Lowtzows nörgelndes Philosophieren mit Singen verwechselt oder umgekehrt. Erfahrungsgemäß kann ich aber hoffen, das die Gewöhnung an mittlerweile von Rezensenten allerorten gelobte Musik sich auch in meinem Ohr und vielleicht sogar Herzen niederlässt und Freude verursacht. Ich glaub der Zeit doch sonst auch...

11.7.07 14:24, kommentieren

Findet jemand sein Glück als Fachmann für Linoleum?

13.7.07 16:08, kommentieren

Die lästigen Musikanten müssen bleiben

Rühr meinen Stadl nicht an (aus der heutigen FAS)
Drei Leute gibt es, die wir nicht zum Feind haben wollen: Gott den Allmächtigen, Mahmud Ahmadinedschad und Trude Unruh. (...) Sie (das ZDF) haben entschieden, die "Lustigen Musikanten" in Rente zu schicken. Böser Fehler. Denn jetzt rüsten Unruhs grau Bataillone "Arbeitsgemeinschaft deutscher Schlager und Volksmusik", die eventuell gerichtlich klären lassen will, ob es gegen das Antidiskriminierungsgesetz vertstößt, Volksmusiksendungen aus dem Programm zu nehmen. Eingedenk der demographischen Entwicklung, die zu beachten die Justiz nicht umhin kommen wird, sagen wir den Klägern einen triumphalen Erfolg voraus. Die Pflege volkstümlichen Liedguts wird ins Grundgesetz aufgenommen. Arbeitnehmerinnen, die vom Chef wegen der Herzbuben-Pin-Ups an ihrer Wand verhöhnt wurden erstreiten sich Schmerzensgeld in Millionenhöhe. (...)

22.7.07 13:56, kommentieren

Wilhelm Genazino:

Wenn man ein Buch liest, indem sogar der Ich-Erzähler oftmals über seine Gedanken und Beobachtungen (des Alltags und seiner Person) lachen (kichern) muss, liegt es doch wohl nicht fern den ein oder anderen Satz aus dem Buch mithilfe von web2.0 zu verbreiten und mehr Leute zum Lesen von Wilhelm Genazino anzustiften. Bitteschön:
"Meine mich immerzu verwandelnde Hemmung bringt Zartheit hervor."
"Als bloßer Wandererotiker bin ich inzwischen zu ungeduldig und auch zu unlustig. Ich bin in den letzten Monaten ein wenig erlebensmüde geworden. Gleichzeitig weiß ich, daß ich absterben werde, wenn ich mich nicht in eine neue Frau einwurzeln kann. Es ist entsetzlich und großartig."
"Ich habe leider kein großes Talent für die Wirklichkeit, sagt sie und lacht."
Dieter Rotmund erträgt die Trennung von seiner Frau, indem er sich auf seine persönlichen Ekelgefühle, Wunderlichkeiten, Schamhaftigkeiten, Korperteilsverluste konzentriert und dabei diverse Definitionen von lebensphilosophischen Themen sucht. Sehr schöne in Worterfindungen gepackte Alltagsszenen beschreibt Wilhelm Genazino in seinem neuen Roman "Mittelmäßiges Heimweh". Lesen!

1 Kommentar 26.7.07 21:18, kommentieren

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