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harte hasen: grissemann und sterman im bka theater, kreuzberg

letzten freitag gab es in diesem never-ending-angebote-berlin zwei abendveranstaltungen, für die eine entscheidung zu fällen, kein leichtes war: jens "wer meine musik nicht liebt, wird wenigsten meinen körper lieben" friebe und grissemann und stermann, die man viel zu selten in ihrer sexyhaften lebendig- und lustigkeit in wirklich bestaunen kann.

also hab ich mich für letztere entschieden, denn im radio kann man sie zwar wöchentlich hören, aber ihr programm "harte Hasen" kann man vielleicht nur noch dieses letzte mal sehen, vielleicht auch noch fünf jahre...wer weiß das schon.

das war zwar nun für mich schon ein zweites lachen und freuen und sich freund-sein mit den beiden wünschen, aber da die letzte hasen-aufführung mit mir als gast schon zwei jahre her ist, waren etwa die hälfte des programms neu für mich, was nicht ausschließlich an dem ein oder anderen neuen gag lag, sondern vielmehr an meiner, in diesem falle glücklichen, starken vergesslichkeit.

ein narr, wer meint, hier würde wiedergegeben, was die beiden an witz fabrizierten. ein proll, der meint, das wär doch gar nicht so schwierig. ein blinder, der ihren charme nicht sieht, ein tauber, wer ihren charme nicht hört, ein herzloser, der sich nicht auf der stelle verliebt...

wer sich also einmal ein bild machen möchte von den beiden: show royal immer sonntags 16-18 uhr auf radio1 und salon helga immer freitags ab 20.30 uhr auf fm4

anja

1 Kommentar 9.5.07 22:35, kommentieren

globale, bolo, trash cats und rockabilly-jeansjackenträger

angefangen am samstag mit:

– einem unkritischen, einseitigen, recht langweiligen anti-globalisierungsfilm über ein volk in chile, das von einem wasserkraftwerkebauenden großkonzern (als konzern wird eine firma immer bezeichnet, wenn sie als besonders böse gilt!) unterdrückt, benachteiligt und abgeschoben wird.

dann:
– in berlin kann man bestimmt irgendwo eine leckere bolognese essen, aber am besten schmeckt sie immernoch, wenn sie nach einem gang durch den regen, gut befreundgleitet, zu chilenischem rotwein (bezug zum film!) selbst gekocht wird und dann BOLO heißt.

alsbald:
– ins BASSY gegangen, weil dort nach einer weiteren stunde die TRASHCATS aufspielen: vier frauen, schlagzeug, gitarre, bass, gesang, laszivität, hochhackige schuhe, glitzer und glamour, auf dem boden räkeln, punk, schreien, süß sein. keine musik, die sich von lied zu lied durch unterschiedliche jeweils innovative eigenheiten von einander abhöbe. aber doch allemal einen live-auftritt wert ist und auch hingegangen zu sein.

sowie:
– bier in einem schuppen, indem jede frau gerne wie paris hilton ausgeshen hätte...

und:
– im ROADRUNNER'S PARADISE den rockabillies von THE STAR SHOOTER zugeschaut und -gehört. ein großes vergnügen. plötzlich fühlte ich mich elvis presley nah und konnte mir endlich vorstellen, mit götz alsmann ein thema zu haben.


anja

1 Kommentar 14.5.07 17:05, kommentieren

was ein glück: nils koppruch in berlin

mit einem kontrabassisten (der mit seinem instrument tanzte, als wäre es eine zierliche tagopartnerin) und einem abgespeckten schlagzeug plus schlagzeuger steht nils koppruch letzten montag im zapata, berlin auf der bühne und zupft an seiner gitarre oder wie einmal haut in die seiten einer e-gitarre und bläst in seine mundharmonika. (nach diesem mundharmonikaspiel wird mir zum ersten mal bildlich logisch bewusst, dass dieses instrument überhaupt keinen anderen namen verdient hat als eben jenen: wie er dieses kleine instrument halb in seinen mund hineinschiebt, wie man nur einen mundharmonika zwischen den lippen trägt und doch noch irgendwie unterscheidbare töne aus ihr heraus bläst. mundharmonika eben.)

die neuen lieder der ersten soloplatte nils koppruchs sind live so schön und unaufgeregt, wie das lächeln, dass sich sänger und bassist bisweilen schenken und welches im zuhörer eine definierbare hamburgsehnsucht entfacht: nach hamburger freundlichkeit und ruhe, den fernweh auslösenden, sich langsam und bedächtig drehenden kränen, die container aus aller welt von schiff zu schiff verladen.

aufregend dagegen sind die hübsch in worte gefassten beobachtungen. die wiederzugeben die unzulänglichkeiten meiner erinnerungsgabe preisgäben und ich deswegen die cd empfehle: "den teufel tun".

in einem mitgebrachten wald spielten sie meistens zu dritt die neue platte und alte finkstücke, die man in einer solchen abgespecktheit live von fink schon lange nicht mehr zu ohren bekam. wunderschöne gitarren- und nilsstimmlieder, bei denen man sich freut, dass nils koppruch ein so großer teil finks war, dass diese lieder nicht vergessen werden und dass man auf die schöne alte fink-stimmung auch in zukunft nicht verzichten muss. danke, nils koppruch, fürs glücklichsingen.

anja

1 Kommentar 21.5.07 13:45, kommentieren

20 jahre cairo, würzburg

1 Kommentar 22.5.07 10:07, kommentieren

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