Links


Gratis bloggen bei
myblog.de



dencklereien und würzburgereien

für alle, die schon immer mal zu einem dencklerfest wollten, es aber vor allem dieses jahr nicht geschafft haben: HIER sind tolle fotos davon.

für alle, die wissen wollen, was im denckler geht, was der denckler ist, wie der denckler entstand, wer im denckler wohnt: HIER gehts zum dencklerblog.

für alle, die wissen wollen, was fast neben dem denckler, nämlich auf dem diesjährigen UMSONST UND DRAUSSEN während des festivalaufbaus so passiert, der kann HIER alex eloquenten, gut beobachteten, aus dem stillen kämmerlein geschriebenen, immer fragenden, informativen und weniger informativen Aufbaublog lesen.

anja

1 Kommentar 18.6.07 23:19, kommentieren

columbiahalle: das spiel der smashing pumpkins

wer nichts wagt, der gewinnt auch nichts. manchmal kommt man dabei auf null raus, manchmal macht man miese. das konzert in der columbiahalle gestern hatte viele facetten, oder besser: einige preise und wenige nieten.
preise: freikarte. bierbecher, die vor lauter schwüle am körper kleben bleiben und man also die hände freihat zum klatschen. klang zum hören und trotzdem quatschen. eine prägnante stimme, die unverwechselbar zu den smashing pumpkins gehört. neue lieder, die gefallen und hoffnung auf schönes zuhausehören machen - beizeiten. enthusiastische fans.
nieten: viel zu viele leute. rare sicht. die einzigen zwei lieder, die man kennt werden nicht gespielt. gitarrengewichse.
wenn es also mehr preise gibt als nieten, ist das spiel mehr als fair. und der abend hat sich gelohnt.

anja

1 Kommentar 7.6.07 22:04, kommentieren

erwischt: gisbert zu knyphausen und wolfgang müller

im ick koof mir Dave Lombardo wenn ick reich bin fand gestern eins der schönsten, familiärsten, nähsten, berührendsten konzerte statt.


gisbert zu knyphausen (sein myspace) lud. das wussten wir. und dass es eine vorband geben soll, das wussten wir auch. was wir dann erstmal feststellten, als wir ankamen war: total kleiner laden, neben einem kleinen schlagzeug und einem keyboard standen acht gitarren auf der bühne. da konnten wir uns des eindrucks nicht erwehren, dass wer mit acht gitarren anreist vielleicht ein wenig größenwahnsinnig ist...


was dann kam war aber viel schöner, als wir es uns hätten denken können (und ich zumindest dachte mir schon, dass es bestimmt sehr schön wird):


zuerst wolfgang müller (sein myspace) mit seinem wunderschönen akustischen gitarrenspiel und seinen schönen poetischen texten. über lieben singt er da: "du brichst mir nicht das herz, nein, du leierst es aus." und über leben: "ich möchte leben wie franzosen auto fahren, eine delle macht nichts aus..." daraus wurden lieder, die man sofort mit nach hause nehmen wollte. zupfereien und klarer gesang, melancholie, schön verpackt in hübsche bilder. wunderschön.


bleiben nach abzug der zwei gitarren des herrn müller also noch sechs gitarren für den herrn zu knyphausen.


als der dann auf die bühne kam, war er nicht allein: zwei gitarristen (bleiben noch vier gitarren), ein bassist (eine gitarre war ein bass! also: noch drei gitarren) und einen schlagzeuger hat er mitgebracht. mit dem ersten lied "erwischt" hat es mich auch gleich selbiges. krachend harmoniert hat ihr zusammenspiel. (die songs, die ich von platte zwar auch mit band kenne, machen da aber irgendwie den eindruck, viel leiser und tragender zu sein, die band ist viel ruhiger.) die musik hat sofort den kleinen raum ausgefüllt und die tanzbeine fingen prompt an zu schwingen. zumindest im takt haben alle gewippt. gänsehaut. und ein ganz sympatischer, nett lachender, mit dem publikum auf freundlichste art kommunizierender gisbert zu knyphausen.


und wenn ich jetzt überlege kann ich mich gar nicht dran erinnern, dass gisbert auch nur einmal seine gitarre gewechselt hätte. wo sind also die restlichen zwei gitarren verblieben? wer die antwort weiß, wird auf dieser seite verlinkt.


anja

1 Kommentar 3.6.07 21:44, kommentieren

20 jahre cairo, würzburg

1 Kommentar 22.5.07 10:07, kommentieren

was ein glück: nils koppruch in berlin

mit einem kontrabassisten (der mit seinem instrument tanzte, als wäre es eine zierliche tagopartnerin) und einem abgespeckten schlagzeug plus schlagzeuger steht nils koppruch letzten montag im zapata, berlin auf der bühne und zupft an seiner gitarre oder wie einmal haut in die seiten einer e-gitarre und bläst in seine mundharmonika. (nach diesem mundharmonikaspiel wird mir zum ersten mal bildlich logisch bewusst, dass dieses instrument überhaupt keinen anderen namen verdient hat als eben jenen: wie er dieses kleine instrument halb in seinen mund hineinschiebt, wie man nur einen mundharmonika zwischen den lippen trägt und doch noch irgendwie unterscheidbare töne aus ihr heraus bläst. mundharmonika eben.)

die neuen lieder der ersten soloplatte nils koppruchs sind live so schön und unaufgeregt, wie das lächeln, dass sich sänger und bassist bisweilen schenken und welches im zuhörer eine definierbare hamburgsehnsucht entfacht: nach hamburger freundlichkeit und ruhe, den fernweh auslösenden, sich langsam und bedächtig drehenden kränen, die container aus aller welt von schiff zu schiff verladen.

aufregend dagegen sind die hübsch in worte gefassten beobachtungen. die wiederzugeben die unzulänglichkeiten meiner erinnerungsgabe preisgäben und ich deswegen die cd empfehle: "den teufel tun".

in einem mitgebrachten wald spielten sie meistens zu dritt die neue platte und alte finkstücke, die man in einer solchen abgespecktheit live von fink schon lange nicht mehr zu ohren bekam. wunderschöne gitarren- und nilsstimmlieder, bei denen man sich freut, dass nils koppruch ein so großer teil finks war, dass diese lieder nicht vergessen werden und dass man auf die schöne alte fink-stimmung auch in zukunft nicht verzichten muss. danke, nils koppruch, fürs glücklichsingen.

anja

1 Kommentar 21.5.07 13:45, kommentieren

globale, bolo, trash cats und rockabilly-jeansjackenträger

angefangen am samstag mit:

– einem unkritischen, einseitigen, recht langweiligen anti-globalisierungsfilm über ein volk in chile, das von einem wasserkraftwerkebauenden großkonzern (als konzern wird eine firma immer bezeichnet, wenn sie als besonders böse gilt!) unterdrückt, benachteiligt und abgeschoben wird.

dann:
– in berlin kann man bestimmt irgendwo eine leckere bolognese essen, aber am besten schmeckt sie immernoch, wenn sie nach einem gang durch den regen, gut befreundgleitet, zu chilenischem rotwein (bezug zum film!) selbst gekocht wird und dann BOLO heißt.

alsbald:
– ins BASSY gegangen, weil dort nach einer weiteren stunde die TRASHCATS aufspielen: vier frauen, schlagzeug, gitarre, bass, gesang, laszivität, hochhackige schuhe, glitzer und glamour, auf dem boden räkeln, punk, schreien, süß sein. keine musik, die sich von lied zu lied durch unterschiedliche jeweils innovative eigenheiten von einander abhöbe. aber doch allemal einen live-auftritt wert ist und auch hingegangen zu sein.

sowie:
– bier in einem schuppen, indem jede frau gerne wie paris hilton ausgeshen hätte...

und:
– im ROADRUNNER'S PARADISE den rockabillies von THE STAR SHOOTER zugeschaut und -gehört. ein großes vergnügen. plötzlich fühlte ich mich elvis presley nah und konnte mir endlich vorstellen, mit götz alsmann ein thema zu haben.


anja

1 Kommentar 14.5.07 17:05, kommentieren

harte hasen: grissemann und sterman im bka theater, kreuzberg

letzten freitag gab es in diesem never-ending-angebote-berlin zwei abendveranstaltungen, für die eine entscheidung zu fällen, kein leichtes war: jens "wer meine musik nicht liebt, wird wenigsten meinen körper lieben" friebe und grissemann und stermann, die man viel zu selten in ihrer sexyhaften lebendig- und lustigkeit in wirklich bestaunen kann.

also hab ich mich für letztere entschieden, denn im radio kann man sie zwar wöchentlich hören, aber ihr programm "harte Hasen" kann man vielleicht nur noch dieses letzte mal sehen, vielleicht auch noch fünf jahre...wer weiß das schon.

das war zwar nun für mich schon ein zweites lachen und freuen und sich freund-sein mit den beiden wünschen, aber da die letzte hasen-aufführung mit mir als gast schon zwei jahre her ist, waren etwa die hälfte des programms neu für mich, was nicht ausschließlich an dem ein oder anderen neuen gag lag, sondern vielmehr an meiner, in diesem falle glücklichen, starken vergesslichkeit.

ein narr, wer meint, hier würde wiedergegeben, was die beiden an witz fabrizierten. ein proll, der meint, das wär doch gar nicht so schwierig. ein blinder, der ihren charme nicht sieht, ein tauber, wer ihren charme nicht hört, ein herzloser, der sich nicht auf der stelle verliebt...

wer sich also einmal ein bild machen möchte von den beiden: show royal immer sonntags 16-18 uhr auf radio1 und salon helga immer freitags ab 20.30 uhr auf fm4

anja

1 Kommentar 9.5.07 22:35, kommentieren

Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung