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zoomer ist super

vor nicht einmal zwei stunden ist das neue nachrichteportal zoomer.de online gegangen. innovativ von jungen leuten für junge leute.



zoomer.de

18.2.08 01:51, kommentieren

das theater ums theater

der theaterbesuch im berliner ensemble ist - ich wage die verallgemeinerung schon nach wenigen besuchen - nicht so glamourös, wie der bau anlass gibt zu meinen. vor allem wegen der - meisten - menschen, die sich im publikum tummeln. außen hui und innen pfui. im foyer den schicken bildungsbürger spielen und unerkannt im roten samtsessel am lautesten lachen, wenn auf der bühne vom erregierten phallus gesprochen wird. peinlich! nicht weniger schön ist es zuzuschauen, wie das stück an seinen - sicherlich gewollt komischen - stellen platt und schenkelklopferisch inszeniert ist und darüber seine tiefsinnigkeit völlig überspielt wird. in "erste liebe" von samuel beckett erzählt ein einziger mann von einer - seiner einzigen - liebe. diese verlässt er bald wieder.weil er ein einzelgängerischer, verkrampfter, von ekelgefühlen und abweisungen geprägter frisch verwaister ist.
das stück ist die traurige darstellung eines menschen, der sich wundert, wenn sich in ihm eine regung tut, die er nur mit dem wort liebe beschreiben kann. und dann auf schrecklichste art und weise nicht weiß, was er damit anfangen soll.
martin wuttke hat eine besondere, schöne und auch witzige gestik und mimik. damit fuchtelt er aber so fürchterlich ohne unterlass herum, dass er irgendwann nur noch nervt. und eben im wahrsten sinne des wortes überspielt.
das publikum kichert sich dazwischen nicht nur bei anzüglichen beschreibungen in grund und boden. wenn der schauspieler bei jedem im zuschauerraum erklingenden hüsteln unterbricht und verwirrung vortäuscht, kann sich manch einer kaum halten. auch das ist irgendwann unerträglich. weil es das stück in die länge zieht, den aufmerksamen zuhörer aus dem konzept bringt und die kurzzeitig aufgebaute melacholie, die der schönen sprache becketts innewohnt, wieder zunichte macht.
um schließlich noch ein gutes haar - ein sehr langes, goldenes sogar - am berliner ensemble zu lassen: "der gott des gemetzels" von yasmina reza ist zwar eine inszenierung aus zürich. aber immerhin wird sie im be aufgeführt und ist absolut sehenswert.

1 Kommentar 16.2.08 21:23, kommentieren

unsere erde

ein film darüber zu machen, dass die welt viel viel größer ist, als die kleine große, in der wir leben (für mich nämlich berlin - vielleicht bis frankfurt oder), ist eine sehr gute idee. vor allem, wenn der film mit solch eindrucksvollen bildern ausgestattet ist wie "unsere erde".
angefangen mit winzig kleinen eisbären, muss man endlich mal zugeben, dass auch der kleine knut seine öffentlich bestaunte knautschigkeit zurecht hatte. dass der film geografisch von oben nach unten, also von norden nach süden zeigt, was die erde zu bieten hat, ist noch eine sehr gute idee. der film zeigt, warum wo welche tiere überleben können und dass dort die meisten tiere leben, wo es ausreichend sonne und wasser gibt. das ist keine total neue erkenntnis, aber in seiner schlichtheit doch der rede wert.

die nahrungskettenhaftigkeit allen lebens erscheint in der brutalen jagd unter tieren unglaublich brutal. obwohl gar keine blutrünstigen abschlachtereine gezeigt werden. nachgerade grausam sieht es trotzdem aus, wie beispielsweise ein einziger wolf ein riesige herde von maribus jagt und am ende ein kalb erlegt. und ich denke mir, na, klar, der hat eben auch hunger und von denen maribus gibts eben ein ganze menge mehr. wieso hab ich trotzdem ein solches mitleid mit den maribus? so ein wolf will doch auch nur leben!

sonst gibt es auch noch lustige sachen zu sehen. etwa ein sechsfedriger paradiesvogel, der wie eine pedante hausfrau zuerst seinen baumstamm putzt und dann wie eine burleske diva auf einer kleinen lichtung einen bezaubernden tanz aus den hüften schwingt. oder affen, die mit vor lauter ekel angewinkelten armen eine überschwemmte wiese durchqueren und dabei angewidert quäken (wie heißt das, was affen machen?).

zum glück wird die moralkeule erst am ende geschwungen: wir sollen uns also besser um die erde kümmern, damit die knautschigen kleinen eisbären auch nach 2030 noch mal eine robbe vernaschen können..

1 Kommentar 8.2.08 12:17, kommentieren

großer kleiner film

der irische film, lässt die herzen aller leisen gitarrenmusikfans höher schlagen. und noch viele mehr. eine kennenlerngeschichte umrundet die musikgeschichte. wo die beiden namenlosen sich nie so nahe kommen, dass man es knutschen oder mehr nennen könnte, spinnt sich die geschichte im kopf weiter und das macht den film so reizvoll wie ihn die musik ohne weiteres dazutun wunderbar anzuhören macht.

1 Kommentar 25.1.08 12:45, kommentieren

Sebastian Krämer bei Nacht

Wenn Sebastian Krämer im kleinen Zebrano Theater zum Klavier singt oder mit kleinen Gesten, am Klavier gelehnt berichtet, erzeugt das in mir eine leise Sehnsucht. Danach, auch sonst, schöne Wörter zu hören, ganze Sätze zu sprechen, auf Aglizismen zu verzichten und so zu tun, als wäre der Computer noch eine Zukunftsspinnerei und heizen ginge nur mit Kohle. Letzteres ist zwar in Berlin immernoch nicht unüblich, neben dem Kohleofen steht aber wahrscheinlich ein Laptop und eine Couch zum chillen.

Zumindest Sebastian Krämer hat eine detailversessene Art, seine Berichte vorzutragen, dass es einen wahlweise gruselt, wärmt, immer aber voller Abwartung zuhören lässt. Und meistens bringt er das Publikum dabei auch noch zum Lachen. Seit ein paar Tagen ist er mit seinem neuen Programm "Sebastian Krämer bei Nacht" auf der Bühne. In Berlin und auch woanders. Der mehrfache Gewinner des Deutschen Internationalen Poetry Slams ist jeden Besuch wert!

1 Kommentar 19.10.07 12:58, kommentieren

Weiße Jungs und hippe Mädchen

Das Weekend hat seinen Namen also nicht, weil es nur am Wochenende betanzt wird, sondern vielleicht und eben deshalb, weil in ihm trotz der benachbarten Büroräume eine Wochenendatmosphäre herrscht, die nachgerade schweißtreibend ist. Zumindest war es das gestern, als dort der Geburtstag des Bassisten von The Whitest Boy Alive gefeiert wurde.
Mit Geschick oder Bekanntschaft oder Hippness schafft man es an den Türstehern und dem Einlass vorbei und kann zuschauen, wie die Berliner Coolen dreißigste Geburtstage feiern und auch ein bisschen mitmachen. So war das Publikum recht einheitlich, aber partywillig. Getanzt wurde, wie ich es selten bei einem Konzert erlebt habe und mit Publikumsgesang und Jubelei wurde zum Geburtstag gratuliert.
Eigentlich sollte die Feier und also das Konzert auf der wunderschönen Dachterrasse des Weekend stattfinden. Aber - fälschlicherweise war Regen vorausgesagt. Trotzdem gibt es wohl kaum einen schöneren Ort für ein Konzert. Aus der Rundumfensterfront mit Blick aus der Mitte Berlins fällt man sehend in die Schicht der Welt, die nicht mehr Stadt und noch nicht Himmel ist. Und darunter Berlin im blauen Abendlicht, das sich langsam mischt mit nachtschwarz und laternenorange. Und davor blumenbeschmückte Mikrofone, Trommeln und Klaviere. Und überall die leichte schwere melancholische elektronische Musik und die weiche Stimme Erlend Oyes.
Die ersten eineinhalb Stunden Konzert waren ausgedehnte Songs des Albums Dreams. Nach etwa zwei Stunden Pause Plattenmusik haben The Whitest Boy Alive mit einigen Coversongs noch mehr begänsehautet. Die Musiker waren euphorisiert - vielleicht von den Freunden im Publikum und der nahen Begeisterung. Vielleicht davon, dass man so was nicht nur am Wochenende erlebt, sondern an einem Dienstag im zwölften Stock.

1 Kommentar 22.8.07 17:38, kommentieren

Haldern-Blog

Meine Freunde bloggen dieses Wochenende live vom Haldern-Festival: mit Bildern, Texten, Filmen, vielleicht Interviews mit den großen Stars...

www.haldern-blog.de

1 Kommentar 2.8.07 13:42, kommentieren

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